
Fünf Tage vor Beginn den Weltmeisterschaften sind alle Athleten und Trainer in Stuttgart angekommen. Die Trainingshallen füllen sich langsam und die Athleten haben die Möglichkeit in Stuttgart anzukommen und sich an die Umgebung zu gewöhnen. Einer der Athleten ist der Olympiasieger an den Ringen Eleftherios Petrounias aus Griechenland, er berichtet uns von seinen ersten Eindrücken in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle.
„Wir sind gestern hier in Stuttgart angekommen und versuchen uns in der Umgebung zurecht zu finden, wo die Trainingshallen sind, die Wettkampfhalle und alles weitere. Wir haben gerade unsere erste Trainingseinheit absolviert, alles lief perfekt und die Organisation läuft bis jetzt sehr gut.“
Petrounias wurde Anfang des Jahres aufgrund länger anhaltender Schmerzen an seiner linken Schulter operiert. Die Schulterprobleme belasteten ihn schon bei den Weltmeisterschaften im letztem Jahr in Doha. Seine Leistung war trotzdem herausragend und er gewann die Goldmedaille an den Ringen.
„Es wird besser“ sagte er. „Ich bin bereit für die Qualifikation und noch viel mehr für das Finale.“
Diese Weltmeisterschaften in Stuttgart fördern auch den neuen FIG-Sport „Parkour“ in großem Eifer.
„Ich denke es ist eine sehr gute Idee, um die Sportart Parkour zu unterstützen. Es ist eine sehr beeindruckende Sportart, die bisher kaum gefördert wurde, also warum nicht der FIG beitreten und es noch besser machen.“
Zeitgleich mit den Weltmeisterschaften findet Stuttgarts berühmtes Bier- und Volksfest, der Cannstatter Wasen, direkt gegenüber der Hanns-Martin-Schleyer-Halle statt. Aber die Turner und Turnerinnen konzentrieren sich wohl mehr auf ihren Sport – zumindest zu Beginn.
„Ich hatte keine Ahnung, dass es ein Bierfest gibt“, sagt Petrounias. „Wir werden jedoch sicher dort vorbeischauen, um die Ergebnisse unseres Teams zu feiern!“
Die Weltmeisterschaften beginnen am Freitag, 4. Oktober 2019, um 9 Uhr mit der Qualifikation der Frauen.

Die Turn-WM Stuttgart 2019 wird von vier starken Suppliern unterstützt: AGT Busvermietung, ERIMA, Klaus Vogel Bürotechnik und Zimmer MedizinSysteme.
Die Turn-WM Stuttgart 2019 wird vom 4. bis 13. Oktober in der baden-württembergischen Landeshauptstadt ausgetragen. Knapp 600 Turnerinnen und Turner aus 93 Nationen werden zehn Tage lang vor erwarteten 100 000 Zuschauern in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle um WM-Titel und Medaillen kämpfen. „Wir freuen uns sehr, dass wir vier starke Supplier für dieses einmalige Turn-Highlight gewinnen konnten. Gemeinsam werden wir alles dafür tun, eine Turn-WM auf die Beine zu stellen, die die Menschen nachhaltig für unseren Sport begeistert“, erklärte DTB-Präsident Dr. Alfons Hölzl.
Mehr als drei Wochen lang werden zum Beispiel Shuttle-Fahrzeuge der AGT Busvermietung die 1500 Delegationsmitglieder und Medienvertreter pünktlich von A nach B bringen. „Der Erfolg unseres Unternehmens beruht auf Kundenzufriedenheit, dieses wiederrum auf motivierten und fleißigen Mitarbeiter. Diese zwei Faktoren stellen den Grundgedanken der AGT dar. Wir bemühen uns jeden Tag aufs Neue, den Wunsch unseres Kunden zu erfüllen, denn ihm verdanken wir jeden nächsten Schritt! Wie Mahatma Ghandi einst sagte ‚Wir tun ihm keinen Gefallen, indem wir uns um ihn kümmern. Er tut uns einen Gefallen, indem er uns die Möglichkeit dazu bietet’“, sagt CEO Rohit Nagpal.
Offizieller Textil-Ausstatter der Turn-WM Stuttgart 2019 ist ERIMA. Inhaber und Geschäftsführer Wolfram Mannherz sieht der Turn-WM in Stuttgart bestens vorbereitet entgegen: „Einerseits wird ERIMA dort als offizieller Ausstatter und offizieller Supplier mittendrin statt nur dabei sein, andererseits dürfen wir uns berechtigte Hoffnungen machen, mit dem deutschen ERIMA Turn-Team um Elisabeth Seitz über Medaillen jubeln zu dürfen.“ Als langjähriger Partner des DTB liefert ERIMA qualitativ hochwertige Produkte für die Athleten und begleitet die deutschen Turn-Asse seit 2003 auf dem Weg an die Spitze.
„Für uns, die Office Profis der Klaus Vogel Bürotechnik GmbH aus Frankfurt, ist es eine Ehre, den Deutschen Turner-Bund bei der Ausrichtung der Turn-WM Stuttgart 2019 als offizieller Supplier zu unterstützen. Als Dokumentensystemhaus stellen wir dabei insgesamt 26 Druck- und Kopiersysteme sowie 70 000 Seiten Papier zur Verfügung und übernehmen die Installation und Betreuung der gesamten Druckinfrastruktur vor Ort. Wir wünschen dem DTB ein erfolgreiches Event und allen Athleten viel Erfolg“, sagt Patrick Vogel, Geschäftsführer von Klaus Vogel Bürotechnik.
„Seit 50 Jahren ist Zimmer MedizinSysteme mit innovativen und mobilen Geräten für die Physikalische Therapie, Diagnostik und Kältetherapie weltweit Partner für Physiotherapeuten und Ärzte im Einsatz. Fast genauso lange engagieren wir uns im Profisport, denn die Gesundheit der Sportler liegt uns sehr am Herzen, da sie wesentliche Voraussetzung für den Erfolg und die Freude am Sport ist. Aus diesem Grund freuen wir uns besonders, als offizieller Supplier Teil der Turn-WM in Stuttgart 2019 zu sein. Wir wünschen allen Turnerinnen und Turnern erfolgreiche und verletzungsfreie Weltmeisterschaften“, sagt Michael Steinmüller, Sales Director inSports von Zimmer MedizinSysteme.

Bei einem Wettkampftest am Donnerstag (20.09.19) im Trainingslager in Kienbaum stellte sich heraus, dass der 32-Jährige die Schulter nicht ausreichend belasten kann und die Heim-WM verpassen wird.
„Dies war die schwerste Entscheidung meiner Karriere. Die Einheiten in Kienbaum haben aber gezeigt, dass eine WM-Teilnahme leider keinen Sinn macht und ich auch unserem Team nicht so helfen kann, wie ich es mir gewünscht hätte“, erklärte Nguyen, der sich die Sehne in der Schulter am 07. September am Reck angerissen hatte. Der zweifache olympische Silbermedaillen-Gewinner von London 2012 hat das Trainingslager in der Nähe von Berlin bereits am Freitag verlassen und ist an seinen Wohnort Stuttgart zurückgekehrt. Eine Operation der Schulter ist bereits für kommende Woche geplant. „Ich hoffe, dass die Operation und die anschließende Reha gut verläuft, um meinen Traum der Olympiateilnahme in Tokio wahr werden zu lassen“, gab sich der Barrenspezialist zuversichtlich.
Philipp Herder will Ausfall von Marcel kompensieren
Mit dem Ausfall von Marcel Nguyen rutscht der Berliner Philipp Herder
in die fünf Mann starke WM-Riege von Cheftrainer Andreas Hirsch. Herder
hatte am vergangenen Wochenende beim letzten WM-Test überzeugt und mit
82,500 Punkten im Mehrkampf den zweitbesten Wert des Tages abgegeben.
„Natürlich freue ich mich, bei der Heim-WM turnen zu dürfen, aber ich
hätte mir andere Umstände gewünscht. Marcels Verletzung ist ein schwerer
Schlag für unser Team und wir wünschen ihm schnelle Genesung. Ich werde
jetzt mein Bestes geben, um seinen Ausfall so gut es geht, zu
kompensieren“, erklärte der 26-jährige Allrounder.
DTB-Sportdirektor Wolfgang Willam kommentierte die Situation der WM-Turner wie folgt: „Das ist natürlich für Marcel ein herber Rückschlag. Und ich wünsche ihm baldige Genesung auf dem Weg nach Tokio. Ich hoffe, dass die Mannschaft eine gewisse Trotzreaktion zeigt und ihre Chancen wahrnimmt“.
Der Internationale Turnerbund FIG ist in Trauer. Bruno Grandi, Präsident von 1997 bis 2016, verstarb am 13. September im Alter von 85 Jahren in Italien an den Folgen einer Krankheit.
Als warmherziger Mensch mit einem ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit hat er den Sport mit den Reformen geprägt, die er im Turnen durchführte, um Glaubwürdigkeit, Popularität und Universalität zu erlangen.
Seine größte Belohnung als Präsident sei es, sagte er selbst, das Turnen auf dem Olympiaprogramm zur Spitzenklasse des Sports erhoben zu haben.
„Heute trauern wir um einen warmherzigen Mann, der uns mit all seiner Leidenschaft für den Sport den Weg gezeigt hat“, sagte der aktuelle FIG-Präsident Morinari Watanabe. Mit unaufhaltsamer Energie setzte er sich für Gerechtigkeit im Sport ein und stellte immer die Sicherheit der Athleten in den Vordergrund. Seine Werte und sein Geist werden uns auch in den kommenden Jahren inspirieren.“
Als Spitzensportler, Professor, Coach, Richter und Administrator hat Bruno Grandi fast alle Facetten des Turnen erforscht. Er war erfolgreich als Mitglied der italienischen Junioren-Mannschaft und dann als Trainer der italienischen Herrenmannschaft, aber gerade im Sportmanagement hat er seinen stärksten Einfluss hinterlassen. Von 1977 bis 2000 leitete er den italienischen Turnverband und war von 1987 bis 2005 Vizepräsident des italienischen Olympischen Komitees (CONI). Von 2000 bis 2004 war er IOC-Mitglied. Der Reichtum und die Vielfalt dieser verschiedenen Erfahrungen gaben ihm eine klare Vorstellung davon, welche Reformen auf allen Ebenen durchgeführt werden müssen.
In einem Sport, der vor allem auf menschlichem Ermessen beruht, hat er sich zum Verfechter der „Sportgerechtigkeit“ gemacht. „Der Professor“ weiß, dass es für einen Athleten nichts Schlimmeres gibt als das Gefühl, dass ihm eine Medaille gestohlen wurde. Von der Änderung des Wettbewerbsformats bis hin zur Entwicklung eines Systems zur Bewertung der Richter war ein großer Teil seines Handelns von dem Wunsch geleitet worden, Fairness gegenüber den Athleten zu gewährleisten.
Dieser gleiche Wille zur Gerechtigkeit steht auch im Mittelpunkt der Reform des Punktesystems, die nach der Kontroverse bei den Olympischen Spielen in Athen 2004 eingeleitet wurde. Der Verzicht auf die „perfekte 10“ für ein Bewertungssystem, das die Schwierigkeit in einer Übung von der Qualität ihrer Ausführung trennte, löste lebhafte Reaktionen aus, zeigte aber schnell seine Vorteile, indem es den Richtern eine breitere Skala für die Bewertung gab.
Mit Blick auf den Schutz und die Gesundheit der Athleten hat er eine Mindestaltergrenze von 16 Jahren für Frauen und 18 Jahren für Männer festgelegt, um an internationalen Wettkämpfen teilnehmen zu können. Mit dieser Maßnahme sollte das intensive Training von Kindern in bestimmten Ländern bekämpft und das Verletzungsrisiko und die Auswirkungen auf die körperliche Entwicklung von Sportlern reduziert werden. In diesem Sinne plädierte er für die Gründung einer Solidaritätsstiftung, die Turnerinnen und Turner unterstützt, die schwer verletzt wurden oder Opfer einer Katastrophe wurden.
Bruno Grandi kämpfte auch für die Verbesserung des olympischen Qualifikationssystems, um den Weg für Länder zu ebnen, die nicht über den gleichen Pool an Spitzensportlern verfügen wie die traditionellen Kraftzentren der Gymnastik. Für ihn war das wertvollste Projekt die Einrichtung des Kursprogramms „Academies“ zur Ausbildung von Trainern auf allen Kontinenten.
In den letzten 20 Jahren hat sich der Sport auf neue Regionen der Welt ausgedehnt. Bis zum Ende seiner Präsidentschaft ist die Zahl der FIG-Mitgliedsverbände von rund 120 auf fast 150 gestiegen. Seine letzten Olympischen Spiele, Rio 2016, spiegelten diese Vielfalt wider, mit 16 verschiedenen Nationen auf dem Podium und 18 Olympiaturnieren, die sich 11 Länder teilen.
Die wachsende Popularität des Turnens hat zu einer Steigerung der Einnahmen aus den Olympischen Spielen und eigenen Wettbewerben geführt, so dass die FIG ihre Entwicklungspolitik weltweit fortsetzen kann.
Bruno Grandi verabschiedete sich auf dem FIG-Kongress in Tokio im Oktober 2016 offiziell von der Welt der Gymnastik. Er ließ seinen Nachfolger, Morinari Watanabe, die Schlüssel zu einer soliden Föderation, im Bild des von ihm in Auftrag gegebenen Neubaus in Lausanne zurück.
Heute weht die Flagge vor dem Gebäude der FIG in Lausanne auf Halbmast.
Aus dem Englischen übersetzt. Text FIG

Die nominierten Turnerinnen für das DTB-Frauenteam für die Gerätturn-Weltmeisterschaften wurden im Rahmen des Medientags in Stuttgart bekanntgegeben.
Beim Medientag zur Turn-WM Stuttgart 2019 am 12. September verkündete Ulla Koch die Besetzung des Frauenteams. Mit Abstimmung des DTB-Lenkungsstab und durch Computeranalyse werden folgende fünf Athletinnen das Turn-Team Deutschland der Frauen bei der Heim-WM präsentieren:
Elisabeth Seitz (MTV Stuttgart), Emelie Petz (TSG Backnang), Kim Bui (MTV Stuttgart), Sarah Voss (DSHS Köln) und Sophie Scheder (Chemnitz-Altendorf). Pauline Schäfer (Tus Chemnitz-Altendorf) wird als Ersatzturnerin das WM-Team unterstützen.
Für das Frauenteam als auch für die Männer geht es bei der Turn-WM in Stuttgart nicht nur um Medaillen, sondern gleichzeitig auch um die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio, was seitens Cheftrainerin und DTB das erklärte Ziel ist.
Nach dem letzten Länderkampf am vergangenen Wochenende und der damit verbundenen 2. WM-Qualifikation präsentierte sich Elisabeth Seitz mit einer sehr starken Form als beste Mehrkämpferin und sicherte sich als erste das Ticket im Turn-Team Deutschland der Frauen. Sohphie Scheder zeigte beim Länderkampf mit ihrer starken Barrenübung und Platz 3 der Athletinnen, dass sie für die Turn-WM in Stuttgart bereit ist.
Wir schaffen es nur, wenn wir weiter an uns arbeiten – die Konkurrenz ist stark. An Elisabeth Seitz geht kein Weg daran vorbei und sie hat im Länderkampf bewiesen, dass es daran keinerlei Zweifel gibt. Bei Emelie Petz war klar, wer schon eine WM-Quali gewinnt und sich bei der zweiten Quali so stark präsentiert, der muss ins Team. Dann haben wir zwei, das sind Kim Bui und Sarah Voss, die sich super als Mehrkämpferin ergänzen und das Team stärken. Auf Platz fünf ist Sophie Scheder, die uns sicher an allen Geräten absichern kann. Wir sind eine starke Barrennation, aber für die Olympiaqualifikation brauchen wir möglichst viel Input fürs Team. Ganz besonders froh bin ich, dass wir mit Pauline Schäfer so eine tolle, starke sechste Turnerin haben. Sie hat sich mit ihren Rückwärtsblockaden super entwickelt. Eigentlich sind wir sechs im Team nicht fünf.
Kim Bui war bereits 2007 bei der Turn-WM in Stuttgart als Ersatzturnerin dabei und lies nur erahnen wie hochemotional die Nominierung ins WM-Team der Frauen für sie ist:
Es ist immer noch sehr emotional. 2015 war ich Teil der Delegation in Melbourne, als es um die Entscheidung die Heim-WM zwischen Amsterdam und Stuttgart auf meine Heimat fiel. Das war mein Ziel und deshalb war die Nominierung gefühlt habe ich 12 Jahre auf die Nominierung gewartet. Dass ich hier sitze und eine 2. Heim-WM erleben kann, dass kann man sich vorher nicht ausmalen

Am 14. September 2019 treffen die deutschen Top-Turner in Backnang auf hochkarätige Turnnationen wie Großbritannien und Rumänien.
Im Vorfeld der Weltmeisterschaften im Gerätturnen in Stuttgart (4. bis 13. Oktober 2019) bietet sich den Nationen noch ein letzter Wettkampf, um sich optimal auf die WM vorzubereiten und ist somit von großer sportlicher Bedeutung. Es können Top-Athleten aus allen Nationen – unter anderem Großbritannien mit dem Doppel-Olympiasieger von Rio 2016 Max Whitlock oder Rumäniens Turnveteran Marian Dargulescu – und außergewöhnliche Leistungen erwartet werden.
Seid LIVE dabei, wenn sich das Team um Nationaltrainer Andreas Hirsch ab 18:30 Uhr für die Heim-WM in Form turnt.
- Wettkampfstätte: Karl-Euerle-Sporthalle, Jahnstraße 15, 71522 Backnang
- Wettkampfbeginn: 18:30 Uhr
- Hallenöffnung eine Stunde vor Wettkampfbeginn
- Kinder bis einschließlich 5 Jahre haben freien Eintritt (ohne Anspruch auf einen Sitzplatz).
- GYMCARD-, DTB-ID oder Gruppen-Rabatt (ab 10 Tickets): 10%
- Alle Preise verstehen sich zzgl. einer Versandgebühr.

Das Team der deutschen Turner für die vom 04. bis 13. Oktober stattfindende Heim-WM in Stuttgart steht fest. Nach einem letzten Test am vergangenen Samstag (07.09.2019) im Trainingslager in Kienbaum hat sich Cheftrainer Andreas Hirsch in Abstimmung mit dem DTB-Lenkungsstab dazu entschieden, mit folgenden fünf Athleten in Stuttgart ins Rennen zu gehen.
Andreas Toba (TK Hannover), Karim Rida (SC Berlin), Marcel Nguyen (TSV Unterhaching), Lukas Dauser (TSV Unterhaching) und Nick Klessing (SV Halle). Die Position des Reserve-Turners belegt aktuell der Unterhachinger Felix Remuta. Der Ländervergleich am kommenden Samstag soll Aufschluss darüber geben, ob diese Position so bestätigt werden kann, oder mit Philipp Herder bzw. Nils Dunkel ein anderer Turner als Ersatzmann fungieren wird.
„Dies sind die Turner, die sich aktuell nach unseren Nominierungskriterien durchgesetzt haben. Wir befinden uns nach wie vor im Vorbereitungsprozess. Der Wettkampf in Backnang soll Aufschluss darüber geben, ob die Mannschaft so funktionieren kann. Sollten wir feststellen, dass es noch Veränderungsbedarf gibt, werden wir sicherlich handeln“
Mit der Nominierung hat zudem Teamkapitän Lukas Dauser das Rennen gegen die Zeit gewonnen und sich den lange in Frage stehenden Traum der WM-Teilnahme erfüllt. Der in Berlin trainierende Barrenspezialist hatte am 18. Juni einen Bruch des Mittelhandknochens erlitten und ist in „Rekordzeit“ wieder fit geworden. „Mir fällt natürlich ein Stein vom Herzen, dass es geklappt hat und ich so schnell wieder ins Team zurückkehren konnte. Nun wollen wir zeigen was wir drauf haben und eine erfolgreiche WM turnen“, sagte Dauser.
Die deutschen Turnerinnen traten am vergangenen Samstag in Worms beim gewonnen Länderkampf gegen Frankreich und Belgien bereits sehr überzeugend auf. Die Besetzung des Frauen-Teams für die Turn-WM Stuttgart 2019 wird am Medientag des Turn-Team Deutschland am 12. September in Stuttgart verkündet. Hier werden sich alle WM-Starterinnen und -Starter sowie die Cheftrainer Ulla Koch und Andreas Hirsch und Sportdirektor Wolfgang Willam den Fragen der Medien stellen.
Weitere Tickets für den 6. Oktober verfügbar
Für die bereits ausverkauften Qualifikations-Wettkämpfe der Männer am 6. Oktober (Session I & II) konnten nun weitere Tickets freigeschaltet werden. Das Turn-Team Deutschland der Männer wird in Session II um die Final-Teilnahme und Olympia-Qualifikation kämpfen

Turn-Team-Deutschland siegt im Ländervergleich
Starke Teamleistung der deutschen Turnerinnen beim Ländervergleich in Worms. Eli Seitz wird beste Mehrkämpferin. Der Wettkampf am Samstag (07.09.19) gegen Frankreich und Belgien war zugleich die zweite Qualifikation für die DTB-Turnerinnen. Die deutsche Riege kam dabei auf 163,800 Punkte und lag somit vorne. Belgien kam auf 161,250 Punkte, Frankreich erzielte 161,150 Zähler.
„Es war eine tolle Leistung unseres gesamtes Teams, alle haben sich sehr reingehängt. Ich freue mich, dass Elisabeth Seitz so gut in Form ist und auch Sarah Voss und Sophie Scheder rechtzeitig wieder fit geworden sind. Der Wettkmapf war eine weitere Steigerung im Vergleich zur ersten Qualifikation.“
DTB-Cheftrainerin Ulla Koch mit Blick auf die Stuttgarterin Seitz, die mit 54,600 Punkten nicht nur den besten Wert im deutschen Team, sondern unter allen Athletinnen markierte. Sophie Scheder und Emelie Petz platzierten sich mit 53,850 und 53,600 Zählern auf Rang drei und vier ebenfalls weit vorne.
Ich bin sehr happy, dass der Wettkampf so gut lief und ich hier ohne Fehler durchgeturnt habe. Das hat echt Spaß gemacht“, sagte Elisabeth Seitz. Mit 51,800 Punkten turnte zudem Pauline Schäfer auf Rang acht des Klassements.
Die deutsche Riege hatte ihren Auftakt am
Stufenbarren durch Pauline Schäfer. Die 22-jährige Saarländerin sorgte
mit 13,300 Punkten für einen soliden Start für das DTB-Team.
Teamkollegin Kim Bui folgte, hatte aber bei einem Handstand auf dem Holm
eine kleine Unsicherheit. 13,550 Punkte für „Kimi“. Es folgte Elisabeth
Seitz, die mit einer schwierigen Übung (6,2 Ausgangswert) und 14,700
Zählern gute Punkte sicherte. Auch Emelie Petz und Sarah Voss machten
ihre Sachen an den Holmen gut und kamen auf 13,950 und 13,200 Punkte.
Letztere Turnerin war Sophie Scheder aus DTB-Sicht. Die Niedersächsin
turnte nach überstandener Oberschenkelverletzung in Worms ihre erste
Qualifikation. Auch sie hatte bei einer Handstanddrehung leichte
Unsicherheiten, erzielte aber noch gute 14,200 Zähler.
Für das
sportliche Highlight des Tages sorgte aber die Belgierin Nina Derwael am
Stufenbarren. Die Weltmeisterin zeigte warum sie derzeit das Maß aller
Dinge an dem Gerät ist und markierte mit 15,300 Punkten sowie einer
spektakulären Flugshow den Tageshöchstwert.
Am Balken macht Bui den Anfang und zeigte sich dabei sehr sicher – 12,300 Punkte. Auch „Eli“ Seitz kam ohne Absteiger und nur mit kleinen Wacklern über den zehn Zentimeter schmalen Balken. Gute 12,700 Punkte für die Stuttgarterin. Danach zeigte Emelie Petz, dass sie ihre zuletzt gezeigte starke Form auch weiterhin hält. Mit einer sehr schönen und sicheren Darbietung holte sie 13,050 Zähler. Es folgte Sarah Voss, die den Balken zu ihren Paradegeräten zählt. 13,400 Punkte erzielte die Kölnerin bei einem Schwierigkeitswert von 5,30 – das Ganze ebenfalls abzusteigen. Mit 13,350 Punkten blieb sie zur knapp hinter Sarah Voss. Dann kam mit Pauline Schäfer die Weltmeisterin von 2017 an diesem Gerät. Die Saarländerin zeigte ihre Höchstschwierigkeiten wie Doppeldrehung und Schäfer-Salto ohne Absteiger. Beim Seitwärtssalto war es dann jedoch soweit und der erste Sturz der DTB-Riege Stand zu Buche. Mit 12,100 Punkten musste sich Pauline mit der schwächsten Wertung ihrer Mannschaft zufriedengeben.
Der Boden verlief aus deutscher Sicht fast nach Plan. Elisabeth Seitz holte mit 13,200 Punkten eine gute Wertung. Sophie Scheder und Emelie Petz zeigten sich mit 12,750 und 12,700 Punkten solide. Einzig Pauline Schäfer blieb als Deutsche Meisterin mit 12,500 Punkten an diesem Gerät unter ihren Möglichkeiten. Kim Bui und Sarah Voss ließen zur Sicherheit den Boden aufgrund von Wadenproblemen bzw. Oberschenkelverletzung aus.
Der Sprung als Schlussgerät bescherte Emelie Petz 13,900 Punkte (53,600 Pkt. gesamt). Sarah Voss sprang mit starker Doppelschraube zu 14,600 Zählern (5,4 D-Wert). Sophie Scheder brillierte mit einem super Stand und 13,550 Punkten (53,850 Pkt. gesamt). Für Pauline Schäfer 13,900 Zähler (51,800 Pkt.). Elisabeth Seitz war mit ihrer Doppelschraube und 14,000 Punkten (54,600 Pkt. gesamt) die Schlussturnerin für den DTB.
Die Nominierung des Turn-Team Deutschland der Frauen erfolgt am 12. September im Rahmen des Medientages in Stuttgart.
Emelie Petz hieß am Ende die strahlende Siegerin in der SCHARRena. Die erst 16-Jährige sicherte sich bei ihrem Heimspiel zur Freude der Zuschauer am letzten Gerät Sprung den Sieg mit 54,350 Punkten vor Kim Bui und Elisabeth Seitz.
„Ich bin total glücklich und stolz hier so einen tollen Wettkampf geturnt zu haben“, sagte Emelie Petz im Anschluss. Auch das Resümee von Cheftrainerin Ulla Koch fiel sehr positiv aus. „Ich bin sehr zufrieden mit den Leistungen heute. Das war schon viel besser als bei den Deutschen Meisterschaften. Vor allem unsere Top Turnerinnen haben kaum Fehler gemacht. Wir sind auf einem guten Weg und ich hoffe auf die Rückkehr der beiden Verletzten Sophie Scheder und Sarah Voss“, so Koch.
Den Auftakt hatte die Gruppe der Favoritinnen am Stufenbarren. Die junge Emelie Petz legte vor und zeigte sogleich, wie sehr sie sich entwickelt hat. 14,000 Punkte waren für die 16-jährige Schülerin ein guter Wert, der nur von der WM-Dritten Elisabeth Seitz und Kim Bui übertroffen werden konnte. Seitz turnte stark, wenn gleich auch ohne die schwierige Verbindung aus Paksalto, Stalder und Shaposhinkova, zu 14,550 Zählern. Kim Bui lag mit ihrer sauberen Darbietung und 14,450 Punkten nur ein Zehntel dahinter. Am Balken kam die Stuttgarterin Seitz dann auf 12,300 Punkte – hier schlug der Moment von Pauline Schäfer. Mit vielen Höchstschwierigkeiten wie Doppeldrehung und Schäfer-Salto kam sie verdient auf starke 13,850 Punkte. „Es war eine tolle Übung von Pauline, über die ich mich sehr gefreut habe“, sagte Ulla Koch. Auch Teamkollegin Kim Bui zeigte sich sicher auf dem nur zehn Zentimeter breiten Balken. Mit 12,500 Punkten platzierte sie sich zur Halbzeit auf Rang zwei, „Eli“ Seitz auf drei. Es führte Pauline Schäfer.
Am Boden begeisterte Seitz die Zuschauer einmal mehr (13,000 Pkt.), wohingegen die führende Pauline Schäfer bei der ersten Akrobatikbahn Punktabzug durch einen Sturz hinnehmen musste (11,700 Pkt.). Kim Bui zeigte sich auf der Fläche in hervorragender Form und sicherte sich mit 13,650 Zählern sogar die Führung vor dem letzten Gerät Sprung. An diesem turnte die Chemnitzerin Schäfer zu 13,600 Punkten, was summiert 52,400 bedeutete. Kim Bui sprang mit guten 13,700 Punkten zu einer Gesamtwertung von 54,300, was Rang zwei bedeutete. Teamkollegin Emelie Petz komplettierte am Sprungtisch (14,000 Pkt.) ihren tollen Wettkampf und zog mit 54,350 Punkten an Kim Bui vorbei auf Platz eins. Dritte wurde Elisabeth Seitz mit 53,600 Punkten.

Wenige Wochen vor der Turn-WM Stuttgart 2019 (4. – 13. Oktober) haben die Sieger-Medaillen das Licht der Welt erblickt. Dabei legten die Verantwortlichen des ausrichtenden Schwäbischen Turnerbund viel Wert darauf, das Know-how der Region einzubringen. Das Projekt Medaillen „Made in Baden-Württemberg“ zog daher bei der Premiere entsprechend viel Prominenz an. Neben Ministerpräsident Winfried Kretschmann, STB-Präsident Wolfgang Drexler, Turn-Olympiasieger Fabian Hambüchen und Nationalmannschaftsturnerin Elisabeth Seitz kamen viele hochrangige Vertreter aus dem Turn-Musterländle nach Weinstadt nahe Stuttgart, wo die Medaillen kreiert und hergestellt wurden.
„So, wie jede große Leistung und jeder Sieg etwas Besonderes ist, so sollen es auch die Medaillen sein, die die siegreichen Sportlerinnen und Sportler erhalten. Die Medaillen bringen den Schwung und die Bewegung des Turnens sehr klar zum Ausdruck und als Gemeinschaftsprodukt mittelständischer, innovativer und erfolgreicher Unternehmen tragen sie viel baden-württembergisches Know-how in sich. Die Firma Bernd Kußmaul, die Staatlichen Münzen Baden-Württemberg und die Bandweberei Bauer, die die Medaillen mit einem nachhaltigen Band versah, stehen mit den anderen beteiligten Unternehmen exemplarisch für die Leistungsfähigkeit unseres Landes. Unseren Turnerinnen und Turnern wünsche ich, dass sie diese wunderbaren Medaillen mit nach Hause nehmen dürfen und freue mich auf die Wettbewerbe in Stuttgart“
Wolfgang Drexler, Präsident des Schwäbischen Turnerbunds, der die Turn-WM gemeinsam mit den Deutschen Turner-Bund ausrichtet, sagte: „Wir haben von Anfang an das Ziel ausgerufen, ein der besten Turn-WMs aller Zeiten zu veranstalten. Dabei stehen die Turnerinnen und Turner im Mittelpunkt. Viele Mitglieder des Turn-Teams Deutschland trainieren in unserem Kunst-Turn-Forum. Damit war uns schnell klar, dass wir diese Leistung auch bei der Siegerehrung entsprechend honorieren wollen. Aus meiner Sicht ist das die beste Medaille, die es bei einer Turn-WM jemals gegeben hat, noch dazu mit Know-how aus dem Turn-Musterländle Baden-Württemberg. Was kann es für einen größeren Ansporn an unsere Turnerinnen und Turner geben, sich solch eine Medaille beim Heimspiel zu sichern?“
Bernd Kussmaul, der mit seiner in Weinstadt ansässigen Manufaktur für die Produktion der Medaille verantwortlich zeichnete, freute sich über die vielen lobenden Worte: „Der Entwicklungsprozess der WM-Medaillen hat vieles gemeinsam mit der langen und intensiven Vorbereitung der Turnerinnen und Turner. Uns verbinden dabei Disziplin, Anstrengung, Leidenschaft und Emotionen. In der Herstellung haben wir technisch viele Herausforderungen gemeistert. Zum Beispiel das Prägen in die Höhe. Das gab es so noch nie. Nun haben wir aber einen echten Wow-Effekt erzielt: Die Medaille lebt und ist dynamisch. Aus jedem Blickwinkel hat sie eine andere Erscheinung. Das ist auch für uns etwas ganz Besonderes und ich kann sagen: das Medaillenfieber ist bei uns schon lange ausgebrochen.“
Elisabeth Seitz sagte beeindruckt: „Ich war ja selbst ein wenig im Entwicklungsprozess beteiligt und habe ja auch schon die eine oder andere Medaille gewonnen in meiner Karriere. Was die Beteiligten hier geschaffen haben, ist wirklich außergewöhnlich. Das zeigt, wie viel Herzblut in der Turn-WM Stuttgart 2019 steckt. Das kommt auch bei uns Turnerinnen und Turnern an und gibt uns Rückenwind für die Vorbereitung.“
Reck-Olympiasieger Fabian Hambüchen feierte dank der WM-Medaille eine Premiere: „Ich habe ja quasi schon alles erlebt, was es im Turnen zu erleben gibt. Aber, dass ich heute Morgen die ersten WM-Medaillen persönlich prägen durfte, ist auch für mich neu. Das war auch für mich ein absolut emotionales Erlebnis, das mir wieder bestätigt hat: Eine Medaille ist immer viel mehr als ein Stück Metall. Man arbeitet so lange, so hart darauf hin. Und die Medaille in Stuttgart wird diesem Einsatz zu 100 Prozent gerecht.“

Hintergrund: 31 Arbeitsschritte, sieben beteiligte Unternehmen aus Baden-Württemberg, eine einzigartige Medaille
Produktionsprozess der WM-Medaillen
- Fertigung Rohlings-Ronden aus dem Material Kupfer.
- Pressen der Medaillen Vorder- und Rückseite in einem Hub – Vorderseite mit fast 3 mm Höhe gab es in dieser Form noch nie, da es technisch als nicht machbar bewertet worden ist.
- Optische Qualitätskontrolle – Kontrolle der Sichtseiten auf Macken, Kratzer etc.
- Befräsen der Medaillen gemäß Designvorgabe.
- Strahlen der Medaillenoberfläche zur Erreichung des gewünschten optischen Design-Effekts.
- Maskieren der Bauteile zur Vorbereitung des Polierprozesses.
- Polieren der Lichtkanten und des WM-Logos zur Erreichung des gewünschten optischen Design-Effekts – Dynamik, Leben, Reflektion. Polieren erfolgt von Hand.
- Reinigen als Vorbereitung der Galvanik.
- Galvanik – Beschichtung der Medaillen Vorder- und Rückseite in Gold, Silber und Bronze – Ziel war es, die Farbtöne moderner und frischer zu interpretieren.
- Optische Qualitätskontrolle nach Galvanikprozess – Prüfung erfolgt unter Lichtabnahmeplätzen.
- Montage der Vorder- und Rückseiten; Einführung Band + Einsetzen von Magneten als Verbindungselement + Einsetzen einer Distanzscheibe – Einbringen der Arretierungsöse zur Bandpositionierung an der Medaille.
- Endkontrolle und verpacken.
Produktionsprozess des Bandes – Nachhaltigkeit spielt eine große Rolle
- Bestellung des Fasermaterials – aus recycelten Plastikflaschen.
- Weben des Bands inklusive Designnaht nach Designvorgabe.
- Einfärben des Bandes mit den Farben Gold, Silber oder Bronze – abgestimmt zum Matt-Ton der Medaillen Vorderseite.
- Qualitätsprüfung gegen Referenzmuster zur Sicherstellung des gewünschten Farbtons.
- Bedrucken der Bänder mit dem Logo #Stuttgart 2019.
- Ablängen + Verkleben der Schnittkante auf die gewünschte Bandlänge.
- Endkontrolle + Beistellung zur Montage.
Trennt man die Arbeitsschritte für die Vorder- und Rückseite, kommt man damit auf 31 Arbeitsschritte, sieben beteiligte Unternehmen aus Baden-Württemberg, die eine einzigartige Medaille für die Turn-WM Stuttgart 2019 ergeben.
Alle Gäste der Medaillenpremiere durften sich bei einer Werksführung in der Manufaktur die Produktionsschritte selbst anschauen.

Weitere Informationen
zur Manufaktur Bernd Kussmaul unter www.bernd-kussmaul-gmbh.de
zur Staatlichen Münzen Baden-Württemberg www.mintbw.de
