Fujitsu-Technology unterstützt offiziell das Kampfgericht bei der Turn WM

03.10.2019 19:00 Uhr

“Ein Schritt in die Zukunft” ist die Fujitsu-Technology, die die Kampfrichter zum ersten mal bei einer Turn-WM bei Ihren Entscheidungen unterstützt.

LAUSANNE (SUI) / TOKYO (JPN), 2 Oktober 2019

Die Turn-WM 2019 vom 4. bis 13. Oktober in Stuttgart markiert einen Meilenstein für das von Fujitsu Limited und dem Internationalen Turnverband FIG (Fédération Internationale de Gymnastique) gemeinsam entwickelte Projekt des Beurteilungshilfesystems mit künstlicher Intelligenz und 3D-Sensoren.

Zum ersten Mal wird das System offiziell in einem FIG-Wettbewerb als zusätzliches Hilfsmittel zur Beurteilung der Schwierigkeitsgrade von vier Turngeräten eingesetzt.

Insbesondere das Hauptwettkampfgericht – die Kampfrichter, die die Wettbewerbe überwachen – haben die Möglichkeit, auf das “Judging Support-System” zurückzugreifen, um die Punktevergabe für Pauschenpferd, Ringe und Sprung bei Männern/Frauen zu überprüfen.

Die FIG und Fujitsu Limited begannen ihre Zusammenarbeit im Jahr 2017 mit dem Ziel, ein Echtzeit-Bewertungssystem einzurichten, welches fair, effizient und punktgenau ist.

Die beiden Partner führten bei den Titelkämpfen 2018 in Doha eine technische Überprüfung durch, welche die FIG veranlasste, das Beurteilungshilfesystem dieses Jahr in Stuttgart einzuführen.

Nach erfolgreichen Tests beim Weltcup in Tokyo (April) und bei der Junioren-WM in Ungarn (Juni) gab die FIG grünes Licht für den ersten offiziellen Einsatz der Technologie, welcher nun hier in Stuttgart umgesetzt wird.

FIG-Präsident Morinari Watanabe, ein begeisterter Verfechter dieses Projekts, würdigt es als “großen Schritt in Richtung Zukunft”. Watanabe meint: „Die Turner stehen im Vordergrund. Sie widmen ihre Jugend diesem Sport, der ihnen Träume gibt und sie nach Großem streben lässt. Wir dürfen nicht zulassen, dass diese Träume durch einen einzigen Beurteilungsfehler zerstört werden können und somit all die Jahre harter Anstrengung bzw. Entbehrungen für umsonst sind. Kontroversen müssen der Vergangenheit angehören, und die von Fujitsu entwickelte Technologie wird das Vertrauen in das Urteilsvermögen stärken. “

Hiroyuki Sakai, Executive Vice President von Fujitsu, erklärt: „Wir freuen uns, dass unser Unterstützungssystem für Kampfrichter bei der Weltmeisterschaft 2019 in Stuttgart offiziell eingeführt wird. Durch diese Gelegenheit werden FIG und Fujitsu einen nachhaltigen Wert für das Turnen insgesamt schaffen und unsere partnerschaftlichen Aktivitäten im Sinne des olympischen Sportgedankens weiter voranschreiten.”

Das von Fujitsu und Fujitsu Laboratories entwickelte Hilfssystem für Wertungsrichter verwendet künstliche Intelligenz und 3D-Sensoren, um die Bewegungen jedes Turners zu erfassen und als numerische Daten zu analysieren. Es bietet eine dreidimensionale digitale Ansicht der ausgeführten Elemente mit einer Vielzahl von Auswahlmöglichkeiten für Winkelmessungen, die alle dazu beitragen, ein faires und genaues Urteil abzugeben.

Die Fujitsu-Technologie wird von der übergeordneten Jury zusätzlich zum Instant Replay and Control System (IRCOS) verwendet, dem Video-Wiedergabesystem, welches die FIG seit der Weltmeisterschaft 2005 einsetzt. Beide Systeme bieten erhebliche Vorteile für die Überprüfung der Gymnastikübungen.

Die 2 Institutionen FIG und Fujitsu arbeiteten bzw. arbeiten an einer kontinuierlichen Weiterentwicklung des Systems und planen, ihre Anwendung auf die anderen sechs Geräte in der Kunstturnen zu erweitern.

Die FIG sieht ein erhebliches Potenzial in der von Fujitsu entwickelten Technologie-nicht nur in Bezug auf die Bewertung, sondern auch in Bezug auf Ausbildung, Coaching und Training. Die bereitgestellten Daten können sowohl dazu beitragen, die Bewegungen der Turner zu verbessern, als auch die Körperhaltung zu korrigieren und damit das Verletzungsrisiko zu minimieren.

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